Hallo zusammen,
die Frage, ob das Training auf dem Laufband oder das Laufen im Freien „besser“ ist, wird oft diskutiert. Da beide Varianten ihre Daseinsberechtigung haben, habe ich hier die wichtigsten Unterschiede aus technischer und sportphysiologischer Sicht kurz zusammengefasst:
1. Untergrund und Biomechanik
Laufband: Die Dämpfung ist meist konstant hoch, was die Gelenke schont. Da sich der Boden unter einem bewegt, ist der Abdruck der hinteren Oberschenkelmuskulatur etwas geringer als in der Natur.
Outdoor: Hier variiert der Boden (Asphalt, Wald, Sand). Das trainiert die kleinen Stabilisationsmuskeln im Sprunggelenk und verbessert die Koordination.
2. Energieverbrauch und Luftwiderstand
Draußen überwindet man permanent den Luftwiderstand. Um diesen Effekt auf dem Laufband zu simulieren und einen vergleichbaren Energieverbrauch zu erzielen, empfiehlt es sich, eine Steigung von 1 % bis 1,5 % fest einzustellen.
3. Trainingssteuerung
Laufband: Ideal für exaktes Intervalltraining. Man kann Geschwindigkeiten auf das Zehntel genau halten, was die Disziplin bei Tempoläufen fördert. Zudem ist man völlig wetterunabhängig.
Outdoor: Man lernt, auf das eigene Körpergefühl zu hören (Pacing). Zudem wirkt die frische Luft und der natürliche optische Reiz oft motivierender und stressreduzierender.
Fazit:
Wer sich auf einen Wettkampf vorbereitet, sollte den Großteil der Kilometer draußen absolvieren, um sich an den Wind und den Asphalt zu gewöhnen. Das Laufband ist hingegen ein hervorragendes Werkzeug für gezieltes Techniktraining, Gelenkschonung und die Überbrückung der dunklen Jahreszeit.
Wie handhabt ihr das? Seid ihr reine Outdoor-Läufer oder nutzt ihr das Laufband als Ergänzung?
Viele Grüße Euer Trainer Jörg


